3 GRÜNDE, WARUM SIE INBOUND-MARKETING EINE CHANCE GEBEN SOLLTEN

 

Sie haben sicherlich bereits von der vierten industriellen Revolution oder der digitalen Transformation gehört. Dann sind Sie wahrscheinlich auch auf den Begriff Inbound-Marketing gestoßen. Heutzutage ist Inbound ein bekannter Begriff, aber man muss betonen, dass er erst im Jahr 2005 entstanden ist und seit 2012 intensiver verwendet wird.

 

Obwohl Inbound-Marketing schon seit über 10 Jahren aktiv ist, kennen wir den Begriff noch nicht alle und wissen auch nicht genau, was er alles beinhaltet. Doch ein Teil unserer Arbeit wird auch heute intuitiv auf den Grundlagen dieser Methodik erledigt. Dabei berücksichtigen wir die Gesetze des Marktes und die Fortschritte in der Technologie.

 

Um Ihnen die Inbound-Marketing-Methodik näher zu bringen, möchte ich Sie zunächst daran erinnern, was wir unter Outbound-Marketing verstehen und woraus es besteht.

Was ist Outbound-Marketing?

 

Outbound-Marketing umfasst Aktivitäten wie Fernseh- und Radiowerbung, Pop-Ups, Messen, Telemarketing, „kalte“ Verkaufsgespräche, Plakate usw. Grundsätzlich sind dies alles Techniken, bei denen der Verbraucher nicht im Mittelpunkt steht und bei denen ihm Informationen in gewisser Weise auferlegt werden. Mit dieser Methode wird die Aufmerksamkeit des Verbrauchers eigentlich gekauft. Dabei wird er aber gleichzeitig in einigen seiner Aktivitäten unterbrochen und ihm wird eine bestimmte Botschaft aufgedrängt. Wie wir diese Botschaft wahrnehmen und erleben, ob sie uns dazu bewegt, bestimmte Maßnahmen zu ergreifen und Ähnliches hängt davon ab, ob diese Botschaft interessant und relevant ist und ob sie auf eine kreative Weise bei uns angekommen ist.

 

Outbound-Marketing ist in der Regel schwieriger zu verfolgen und weniger rentabel als Inbound-Marketing. Trotzdem geben die meisten Unternehmen einen großen Teil ihres Marketingbudgets für Outbound-Marketing aus. 

 

Im Allgemeinen sind dies die größten Probleme des Outbound-Marketings:

  • erschwerte Überwachung der Rendite (ROI)
  • Ad-Blocker (Sie stehen auf der Liste derer, die nicht über Promotionen benachrichtigt werden möchten, Sie verwenden Spamfilter…)
  • hohe Kosten, niedriger Umsatz

 

Wie stellen wir den Verbraucher in den Mittelpunkt unserer Marketingaktivitäten?

 

Deswegen ist es sehr wichtig, dass wir uns der Inbound-Methodik zuwenden und unseren Verbraucher in den Mittelpunkt unserer Marketingaktivitäten stellen. Und wenn ich sage, dass wir den Verbraucher/Kunden in den Mittelpunkt stellen müssen, dann meine ich, dass wir uns darauf konzentrieren sollten, was Einzelpersonen interessiert, auf welche Weise sie Informationen erhalten, wie wir ihnen mit unseren Produkten/Dienstleistungen helfen können, welche Medien sie bevorzugen und Ähnliches. Mit der vierten industriellen Revolution, in der uns Informationen und unterschiedliche Wahlmöglichkeiten auf Schritt und Tritt zur Verfügung stehen, sind genau Verbraucher diejenigen, in deren Händen alle Macht liegt.

 

Inbound-Marketing ist das komplette Gegenteil von Outbound-Marketing und verwendet andere Techniken und einen unterschiedlichen Zugang zum Verbraucher. Die Inbound-Methodik basiert auf der Gewinnung, Einbeziehung und Begeisterung von Verbrauchern mit dem Ziel, Vertrauen aufzubauen, Mehrwert zu schaffen und den Gesamtumsatz zu steigern. Mit der fortschreitenden Entwicklung der Technologie bietet auch Inbound eine angenehmere und nützlichere Beziehung zum Geschäft. Zufriedene Kunden werden immer zu Ihnen zurückkehren und wieder mit Ihnen Geschäfte machen, sie werden freiwillig für Ihre Produkte und guten Service werben und auf diese Weise für Sie wahrscheinlich auch neue Kunden gewinnen. Mit anderen Worten, Ihre Kunden werden Ihre Markenbotschafter.

 

Daraus kann man leicht den Schluss ziehen, dass wir uns immer mehr der Inbound-Methodik zuwenden sollten. Inbound ist vielleicht natürlicher in der B2B-Welt, doch man sollte es auch in der B2C-Welt versuchen.

 

Häufig höre ich Fragen, die die Privatsphäre und das Eindringen ins Privatleben betreffen. Aber ich denke, dass wir alle schon wissen, dass diese Dinge bereits geschehen. Ich als Benutzer sehe die Vorteile dieser Methodik, weil zu mir die Informationen, Angebote und Inhalte kommen, die mich wirklich interessieren. Natürlich, wenn alles gut angelegt und durchdacht ist.

 

3 Gründe, warum Sie Inbound-Marketing nutzen sollten

 

1. Metrik

 

Eine der großen Schwächen des Outbound-Marketings ist sicherlich die Messbarkeit der Ergebnisse. Natürlich gibt es Möglichkeiten und Methoden, um festzustellen, wie sich Outbound auf den Umsatz ausgewirkt hat, doch dabei muss man viele Faktoren berücksichtigen, und bestimmte Dinge kann man nicht mit hundertprozentiger Sicherheit garantieren. Im Inbound-Marketing setzen wir meist digitale Instrumente ein und erzielen messbare Werbeergebnisse. Es werden Methoden verwendet, die man testen und dementsprechend an die Zielgruppe anpassen kann. Auf diese Weise können Sie genau bestimmen, welche Ihrer Marketingaktivitäten Ihnen die meisten Kunden gebracht hat, in welche Sie das meiste Geld investiert, aber die geringste Anzahl von Kunden angezogen haben usw.

 

Man muss aber darauf hinweisen, dass man im Inbound-Marketing viel zu tun hat! Um bestmögliche Metriken zu erzielen, müssen Sie zunächst eine gute Strategie festlegen, Ziele definieren und anschließend die Leistung und den Erfolg der festgelegten Strategien ständig überwachen. Fast alles, was Sie machen, können Sie auch testen. Sie können mit Sicherheit feststellen, welche Nachrichten, Inhaltstypen, visuelle Elemente, Typen von Handlungsaufforderungen usw. für Ihre Zielgruppe am besten geeignet sind.

 

2. Dialog

In klassischen Outbound-Kampagnen ist der Dialog mit den Verbrauchern sehr begrenzt. Doch Inbound-Marketing bietet Ihnen die Möglichkeit, mit Ihren Verbrauchern zu kommunizieren. Auf diese Weise können Sie besser verstehen, was sie stört, was sie benötigen und ihnen Inhalte anbieten, die auf sie zugeschnitten sind.

Vergessen Sie nicht: CONTENT IS THE KING!

Durch den Dialog gewinnen die Verbraucher einen positiveren Eindruck von der Marke (dem Unternehmen) selbst und stärken Ihre Verbindung zu Ihnen. Auf diese Weise gewinnen Sie auch das Vertrauen Ihrer Kunden. Und das Vertrauen der Kunden ist das Wertvollste, was Sie erhalten können.

 

Es ist wichtig, mit Ihren Verbrauchen Kontakt zu pflegen – beantworten Sie ihre Fragen, unterstützen Sie ihre Kommentare oder Bilder in sozialen Netzwerken mit Likes, folgen Sie auch den schlechten Kommentaren, auf die einzugehen ist und Ähnliches. So bauen Sie eine langfristige Beziehung auf.

 

Sie können mit Ihren Verbrauchern durch verschiedene Kanäle kommunizieren. Je mehr Kanäle Sie verwenden, desto besser lernen Sie ihre Verbraucher kennen. Dies bedeutet nicht, dass Sie notwendigerweise alle verwenden müssen – verwenden Sie diejenigen Kanäle, die für Ihre Geschäftsart am sinnvollsten sind. E-Mail, Live-Chat, Facebook Messenger, Viber, WhatsApp usw. stehen Ihnen zur Verfügung.

Außerdem können Sie auch Newsletter, automatisierte E-Mails, Konversationen und Ähnliches verwenden, um die richtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt und den richtigen Personen zur Verfügung zu stellen.

 

 

3. Mehrwert

Das Wichtigste im Inbound-Marketing ist, die Aufmerksamkeit des Verbrauchers zu gewinnen. Seine „Consumer Journey“ zu verstehen und ihn zum richtigen Zeitpunkt mit relevanten Informationen zu versorgen. Jetzt wiederhole ich mich, aber hier liegt die Magie wirklich in Inhalten, die für einen Verbraucher/Kunden nützlich sind – Inhalte, die ihm helfen, ein Problem zu lösen, die ihm zusätzliche Informationen liefern, ihn über ein Thema aufklären oder auf ein Bedürfnis aufmerksam machen. Je nachdem, in welcher Phase unserer „Consumer Journey“ wir uns befinden, werten wir unterschiedliche Informationen aus und suchen nach unterschiedlichen Inhalten.

 

Die von uns angebotenen Inhalte müssen auf jeden Fall hochwertig, nützlich, interessant und wertvoll sein. Inhalte werden in Abhängigkeit von der Zielgruppe, Branche, dem Produkt oder der Dienstleistung gestaltet. Dabei bildet die Zielgruppe den Ausgangspunkt, denn für diese Menschen machen wir es auch.

 

Sobald der Inhalt alle erforderlichen Kriterien erfüllt, müssen wir entscheiden, über welche Kanäle wir diesen Inhalt anbieten werden. Vergessen Sie nicht, Ihnen steht wirklich alles zur Verfügung – von der SEO-Optimierung über Landing Pages, Formulare, Whitepaper bis zu Blogs, sozialen Netzwerken usw.

Inbound befasst sich nicht nur mit Marketing, sondern kann auch für den Verkauf angewendet werden. Dies ist jedoch ein ganz neues Thema, über das wir ein anderes Mal diskutieren werden.

Und zu guter letzt...

 

Abschließend kann ich sagen, dass das Internet die Art und Weise, auf die wir Produkte kaufen und miteinander und mit Marken kommunizieren, grundlegend verändert hat. Diese Änderung verändert langsam, aber gründlich auch Marketingtechniken und -strategien. Dabei sollten wir uns sowohl als Einzelpersonen als auch als Unternehmen darauf einstellen und die Richtung finden, die für uns am besten funktioniert.

 


von:
Ana Šutić Renić, Head of Marketing Automation, HSM informatika